The Big Lebowski (110 min)

Komödie | USA/GB 1998
Jeff Lebowski hat ein Problem: Die Ehefrau seines reichen Namensvetters wurde entführt, und der arbeitslose Lebenskünstler soll sich nun um die Übergabe des Lösegeldes kümmern.Hilfreich zur Seite stehen dem "Dude", wie sich Lebowski selber nennt, seine Freunde Walter und Donny. Doch vor allem der cholerische Walter sorgt dafür, dass das Chaos-Trio bald in ein furchtbares Schlamassel gerät, denn die Entführer verstehen keinen Spaß.Jeff Lebowski (Jeff Bridges) ist ein langhaariger Späthippie, dessen Lebensinhalt darin besteht, mit seinen Freunden Bowling zu spielen und ab und zu einen Joint zu rauchen. Doch sein Leben gerät aus den Fugen, als ihn zwei Geldeintreiber in seiner Wohnung "besuchen". Schnell wird klar, dass es sich um eine Verwechslung mit dem "Großen Lebowski" (David Huddleston), einem exzentrischen Millionär handelt. Doch bevor die Eindringlinge seine Wohnung verlassen, "verewigen" sie sich noch auf seinem Teppich. Eine Katastrophe für den "Dude", der an seinem Lieblingsstück hängt. Also sucht er seinen Namensvetter auf, um sich den ruinierten Vorleger ersetzen zu lassen. Doch der reiche Mann hat zurzeit ganz andere Probleme. Seine junge Frau Bunny (Tara Reid) wurde entführt, angeblich von einer Gruppe deutscher Nihilisten. Und der Millionär bittet den "Dude", das geforderte Lösegeld zu überbringen. Der sympathische Faulpelz ist zwar hilfsbereit, aber zugleich auch ratlos in dieser Situation, und so bittet er seinen Freund Walter (John Goodman) um Beistand. Ein falscher Schritt, wie sich schon bald herausstellt. Walter nämlich will das Lösegeld am liebsten selber behalten. Über dem erbitterten Streit der Freunde geht die ganze Geldübergabe schließlich schief. Als ihnen kurz darauf ein blutiger Frauenzeh ins Haus geschickt wird und ihr gemeinsamer Bowlingfreund Donny (Steve Buscemi) auch noch von Kugeln durchsiebt wird, ist für die beiden Chaoten eines schnell klar: Das Wasser steht ihnen bis zum Hals, und wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt, sind auch sie bald um ein paar Löcher reicher.Mit "The Big Lebowski" haben die Coen-Brüder eine köstliche Thrillerkomödie voll skurriler Einfälle, absurder Situationen und charmant-liebenswerter Loser geschaffen. Für die Hauptrolle konnten die erfolgreichen Filmbrüder Hollywoodstar Jeff Bridges ("Das Messer") gewinnen. An seiner Seite sorgt der beleibte John Goodman für jede Menge Aufregung und blutige Verwicklungen."The Big Lebowski" ist ein weiteres Kinohighlight in der Filmografie der Brüder Joel und Ethan Coen. Nach ihrem preisgekrönten Kassenerfolg "Fargo – Blutiger Schnee" versammeln sie hier erneut eine ganze Reihe schräger Vögel, die sich mit naiver Dummheit in eine äußerst blutige Situation hineinmanövrieren. Doch der Schauplatz dieser absurden Kidnapping-Geschichte ist dieses Mal nicht das kalte, verschneite Örtchen Fargo, sondern das warme, in bunten Lichtern erstrahlende Los Angeles. Entsprechend leichthändig und verspielt legen die Coens nun ihre Erzählung über den arbeitsscheuen Faulpelz Jeff Lebowski an, dessen realem Vorbild man in den Straßen von Venice Beach noch heute über den Weg laufen kann."The Big Lebowski" ist so schrill und verrückt, so komisch und gewalttätig, so künstlich und kreativ wie diese Stadt selbst, voller Träume im Musical-Format und Mythen im Glitterkostüm. Mit spürbarem Vergnügen haben die Filmemacher ihren überbordenden Ideenreichtum in diese Hommage an eine Stadt fließen lassen, in der alles möglich und nichts unmöglich ist. Versammelt haben die Coen-Brüder vor ihrer Kamera wieder einmal eine Reihe von Schauspielern, die inzwischen fest zu ihrer Filmfamilie zu rechnen sind. Allen voran natürlich John Goodman, der hier als durchgeknallter Vietnamveteran Walter jede Situation in ihre schlimmstmögliche Richtung treibt. Bereits in "Barton Fink" sorgte er als harmlos erscheinender Serienkiller für abgründigen Grusel. Im neuesten Werk der Coens, "O Brother, Where Art Thou?", ist er wiederum in einer ähnlichen Rolle zu bewundern. Mit dabei sind auch dieses Mal John Turturro, der als öliger Latino mit Haarnetz und Stretchanzug eine kleine Glanznummer hinlegt, und Steve Buscemi als gutmütiger, treudoofer Bowlingpartner Donny. Vor allem gehört dieser Film jedoch seinem Hauptdarsteller Jeff Bridges. Mit ein paar Pfund zu viel am schwabbeligen Leib, mit langer Mähne, Jesusbart und seinem unnachahmlich schlurfigen Gang auf Birkenstocksohlen drückt er dieser vergnüglichen Satire seinen Stempel auf. Er spielt die Rolle des liebenswerten Nichtstuers Lebowski so überzeugend, dass man kaum glauben mag, wie fleißig dieser Schauspieler tatsächlich ist. Bereits mit vier Monaten "stand" Bridges zum ersten Mal vor der Kamera, woran Vater Lloyd – ebenfalls Schauspieler – nicht ganz unschuldig gewesen sein dürfte. Im Laufe der Jahre drehte er dann eine beachtliche Anzahl von Filmen, überzeugte als Autofabrikant in "Tucker" genauso wie als nachdenklicher Professor in dem Psychothriller "Arlington Road" oder als perfider Mörder in "Das Messer". Dreimal wurde Jeff Bridges bereits für den Oscar nominiert ("Die letzte Vorstellung", "Die Letzten beißen die Hunde", "Starman"), aber bisher durfte er die Trophäe noch nicht mit nach Hause nehmen. Was jedoch nur wenige wissen, der blonde Star hat noch andere Talente: Jeff Bridges malt, fotografiert und singt. In diesen Wochen wird sein erstes Album veröffentlicht, für das er sämtliche Songs selbst geschrieben hat.

Info:
Titel: The Big Lebowski
Originaltitel: The Big Lebowski
Genre: Film (Komödie)
USA/GB 1998
Wertung :
Wertung:
Aktion:
Tiefe:
Humor
Spannung
Erotisch


Vorspann
Joel Coen Regie
Ethan Coen Hersteller
Carter Burwell Komponist
Schauspieler
als Jeffrey Lebowski
als Walter Sobchak
als Maude Lebowski
als Theodore Donald 'Donny' Kerabatsos
als Jeffrey Lebowski
als Bunny Lebowski
als Brandt
als Jesus Quintana
als Jackie Treehorn
als Woo, Treehorn Thug